WASH-Versorgung

Länder und Organisationen helfen mit Geld und neuen Technologien

Von Thomas Schulze · 2022

Weltweit haben 2,2 Milliarden Menschen laut UNICEF keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Rund 785 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser. Betroffen sind vor allem Menschen in den Entwicklungsländern.

Hände unter einem Wasserhahn, im Hintergrund trockener Wüstenboden
Foto: iStock/piyaset

Seit Jahrzehnten arbeiten internationale Organisationen daran, mit finanziellen Mitteln, Technik und Tausenden von Helfern vor Ort die Trinkwasserproblematik in den betroffenen Gebieten rund um den Globus zumindest abzumildern. Dafür hat sich der Begriff WASH etabliert. Er steht für Water, Sanitation and Hygiene und bezeichnet die Versorgung mit Trinkwasser, Sanitäranlagen und Basis-Hygieneprodukten.

WASH-Versorgung: Entsalzungsanlagen im Einsatz

Eine der führenden Hilfsorganisationen im Bereich der WASH-Versorgung ist Oxfam. Neben klassischen Hilfsmitteln wie mobilen Wassertanks stellt Oxfam auch hochmoderne Technologien für die Aufbereitung von Salzwasser beziehungsweise Grundwasser, das mit Salz belastet ist, zur Verfügung. Gerade in Somalia und im Jemen ist das verbliebene Grundwasser häufig mit Salz verunreinigt. „Hier haben wir innovative Entsalzungsanlagen gebaut, die das Wasser vom Salz befreien und zu Trinkwasser aufbereiten“, heißt es bei Oxfam. Dabei ist die Aufbereitung des Wassers sehr energieaufwendig. Deshalb werden die Anlagen, um nicht ausschließlich auf teure, störanfällige und umweltschädliche Generatoren angewiesen zu sein, mit Solar- und Windenergie betrieben.

Verunreinigung ist ein großes Problem

Überhaupt ist in vielen Teilen der Welt nicht ein Mangel an Wasser das Problem, sondern dass das verfügbare Wasser verunreinigt ist. Mit immer neuen Technologien versuchen Länder und Organisationen, hier entgegenzuwirken. Einer dieser innovativen Helfer ist „SunSpring Hybrid“ – ein mobiles, in sich geschlossenes Wasserreinigungssystem. Es arbeitet auf mikrobiologischer Basis und kann pro Tag rund 20.000 Liter verschmutztes Wasser in Trinkwasser umwandeln. Die Anlage kann fast überall in kürzester Zeit aufgebaut und in Betrieb genommen werden, solange es eine Wasserquelle wie einen Fluss oder einen Brunnen in der Nähe gibt. Dank der eingebauten Solarzellen und dem optionalen Windrad braucht das System keine Stromversorgung und läuft zehn Jahre lang ohne Wartung. Auch andere Technologien zur Trinkwassergewinnung werden zunehmend verwendet. So etwa Wasseraufbereitungsanlagen, die vor allem in Wüsten oder in Gebirgsregionen zum Einsatz kommen und das Wasser aus Nebel ziehen. Trotz aller innovativer Technologien bleibt jedoch eines unabdingbar: die Hilfe der internationalen Gemeinschaft und ihrer Organisationen. Ohne die Unterstützung etwa von UNICEF, Oxfam oder Care wäre die Versorgung der Menschen mit Wasser gerade in den wasserarmen Ländern der Dritten Welt nicht zu leisten.

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