Emissionsfreie Fahrzeuge

Verkehrswende braucht die Alternativen

Von Frank Wagner · 2021

Der Verkehr der Zukunft kann trotz Klimaschutz nicht nur auf Fahrrad, Eisenbahn und ÖPNV setzen. Zumal in ländlichen Gebieten zusätzlicher Individualverkehr unverzichtbar bleiben wird. Den alternativen Antriebstechnologien kommt daher nach wie vor eine bedeutende Rolle zu.

Nahaufnahme eines offenen, weißen Tankdeckels, der an den Stecker einer E-Ladesäule angeschlossen ist.
Fahrzeuge mit Energie aus der Steckdose gelten als umweltfreundliche Alternative. Foto: iStock / deepblue4yo

Europaweit gehen über ein Viertel des gesamten CO₂-Ausstoßes und etwa 95 Prozent der Verkehrsemissionen auf den Straßenverkehr zurück. Neue Konzepte zur Verkehrs-, Mobilitäts- und Energiewende sind daher gefragt. Aber auch in Zukunft werden viele Ziele nur per individuellem Verkehr erreicht werden können. Daher ist die Weiterentwicklung lokal emissionsfreier Fahrzeuge wie dem Elektroauto das A und O.

Elektroauto in Zahlen

Am 1. Juli 2021 gab es in Deutschland rund 439.000 Pkw mit ausschließlich elektrischer Energiequelle (Battery Electric Vehicle). Inklusive der Autos mit anderer alternativer Antriebstechnik gab es laut Kraftfahrbundesamt (KBA) auf 539.551 entsprechende Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2021, ein Plus von 125,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Trend ist also eindeutig. Aber bei insgesamt rund 48 Millionen zugelassenen Pkw (1. Januar 2021) ist dies immer noch ein sehr geringer Anteil an emissionsfreien Autos. Fragen zu Nachhaltigkeit, Reichweite und Kosten halten viele potenzielle Käufer vom Umstieg ab.

Batterien und Ladesäulen

Zur Verbesserung der Umweltbilanz von Auto-Akkus wird aktuell intensiv geforscht und die gesamte Wertschöpfungskette auf den Prüfstand gestellt. Die Politik hat den Druck auf die Branche erhöht: Im Jahr 2022 wird eine neue europäische Batterieverordnung in Kraft treten. Beim Ladesäulen-Netz gibt es ebenso Optimierungsbedarf, vor allem was die Versorgung außerhalb der Ballungsräume oder Schnellladestationen angeht. Der Netzausbau schreitet aber zunehmend schneller voran. Verbraucherschützer begrüßen, dass der Gesetzgeber die Weichen für ein einheitliches Bezahlsystem gestellt hat.

Emissionsfreie Fahrzeuge: Kosten im Vergleich

Eine Studie des Europäischen Verbraucherverbands BEUC aus dem Mai 2021 zeigt, dass es stark von den individuellen Voraussetzungen wie Autotyp oder gefahrenen Jahreskilometern abhängt, ob sich ein Umstieg rechnet. Die Verkaufspreise sinken aber und gleichzeitig gibt es staatliche Zuschüsse beziehungsweise Steuervorteile. Da zudem der durchschnittlich benötigte Strom übers Jahr oft günstiger kommt als die vergleichbare Menge an Kraftstoff, attestierten die Fachleute in den meisten Fällen einen
finanziellen Vorteil des E-Autos.

Quellen:
Statista: Anzahl der Elektroautos in Deutschland von 2011 bis 2021

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Elektroautos sind so sauber wie der Strom mit dem sie fahren
ADAC: Pro & Contra: Fakten zur Elektromobilität
VZBV: E-Autos in Deutschland – Gesamthaltungskosten für Verbraucher:innen

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