Klimaschutzbemühungen

Faktor Regenerative

Von Andrea von Gersdorff · 2021

Die Energiewirtschaft verursacht in Deutschland die meisten CO₂-Emissionen. Damit der Ausstoß der Treibhausgase langfristig auf nahezu null sinken kann, gilt die Energiewende im Strom- und Wärmebereich als zentrale Stellschraube der Klimaschutzbemühungen.

Solaranlage
Solaranlagen sind ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Foto: iStock / undefined undefined

Rund 32 Prozent der in Deutschland im Jahr 2019 freigesetzten 805 Millionen Tonnen Treibhausgase entstammten allein der Energiewirtschaft, hat das Umweltbundesamt (UBA) ermittelt. Damit haben die Energieunternehmen den größten Anteil an den deutschen Gesamtemissionen, gefolgt vom Industriesektor mit 23 Prozent und dem Verkehrssektor mit 20 Prozent. Gebäudebereich, Land- und Abfallwirtschaft kamen zusammen auf 24 Prozent. 

Klimaschutzbemühungen: Einsatzbereite Erneuerbare 

Neben der Verkehrswende sei daher die Energiewende, so die Bundesregierung, „eine der zentralen Antworten auf den Klimawandel.“ Denn Strom und Wärme lassen sich mittels erneuerbarer Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme nicht nur emissionsfrei produzieren, sondern die Technologien sind auch einsatzbereit. Ihr Anteil im Stromsektor an der Kraftwerksleistung ist kontinuierlich gewachsen. Vor allem Windkraftanlagen mit derzeit 27,6 Prozent und Photovoltaikanlagen mit 24 Prozent Anteil an der installierten, also maximalen, Leistung tragen zur Stromerzeugung bei. Das spiegelt sich am Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch wider, der beständig steigt: Von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 49 Prozent im Jahr 2020, wobei auch der Gesamtstromverbrauch seit Jahren sinkt. Damit wurde die festgelegte Zielmarke von 35 Prozent für das Jahr 2020 vorzeitig übertroffen. Auch in der Wärmeversorgung kommt der verfügbaren Geo- und Solarthermie eine wichtige Rolle zu. Ihr Anteil am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte beträgt derzeit zwar nur 15 Prozent, aber mit der Förderung des Austauschs alter Öl- oder Gasheizungen zugunsten von Systemen auf Basis regenerativer Energiequellen wird der Ausbau angekurbelt.

Quellen:
Bundesnetzagentur
BMWi
bdew
BMU

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