Ökologisches Bauen

Zurück zum Ursprung – aber smarter

Von Mark Krüger · 2021

In allen Lebenszyklusphasen eines Gebäudes werden Rohstoffe und Energie verbraucht. Nachhaltig Bauen bedeutet Entscheidungen zu treffen, die gut fürs Klima und Umwelt, gut für die Menschen, aber auch langfristig wirtschaftlich sind.

grüne Miniaturstadt
Foto: iStock/ VTT Studio

Das Ziel ist klar: Neben einem ansprechenden Äußeren sollen die Häuser der Zukunft nicht unnötig viele Ressourcen verbrauchen, sondern die Umwelt schonen und im besten Fall Teil einer Kreislaufwirtschaft sein. Warum? Das Bauwesen gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Gebäude verursachen einen wesentlichen Anteil des Gesamtenergiebedarfs und der Treibhausgasemissionen.

Zurück zum Ursprung – aber smarter mit guter Ökobilanz

Beim nachhaltigen Bauen geht es vor allem darum, durch den Einsatz entsprechender Materialien und smarter Technologien für die effiziente Gewinnung und Nutzung von sauberer Energie die Ziele der Ökologie, Gesundheit und der Wirtschaftlichkeit zu verbinden. In puncto Baumaterial heißt das: Verwendung wiederverwendbarer oder -verwertbarer Baustoffe, von Materialien, die bei ihrer Herstellung möglichst geringe Umweltwirkungen verursachen sowie von nachhaltig erzeugten, nachwachsenden Rohstoffen. Dazu gehören Holz und Lehm, aber auch alternative Dämmstoffe, etwa aus Zellulose, Hanf oder Schilfrohr. Sie haben nicht nur die CO2-Bilanz auf ihrer Seite, sondern lassen sich auch leicht entsorgen respektive recyceln.

Angst vor Mehrkosten

Nachhaltiges Bauen ist teurer, diese Annahme führt immer wieder zu Bedenken bei der Planung und Umsetzung. Ob die Sorge vor Mehrkosten berechtigt ist, hat eine Studie aus Dänemark im Auftrag des Green Building Council Denmark untersucht. Unter die Lupe genommen wurden 37 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizierte Gebäude. Das Ergebnis: nachhaltiger heißt nicht gleich teurer. Im Gegenteil: Einige der Gebäude mit den höchsten DGNB Bewertungen oder den geringsten CO2-Fußabdrücken wiesen die geringsten Baukosten auf. Der Rat der DGNB: „Je früher im Planungsprozess relevante Aspekte mitgedacht werden, desto höher die Beeinflussbarkeit und geringer der Aufwand – auch finanziell. Wer nachhaltig bauen will, sollte Nachhaltigkeit von Anfang an mitdenken.“ Nachhaltiges Bauen verringere zudem die Betriebskosten, die über die Nutzungsdauer von Gebäuden in etwa mit den Baukosten gleichzusetzen sind. Und: Zukunftsfähige Gebäude sichern eine langfristige Wertstabilität. Nachhaltigkeit rechnet sich also in mehr als einer Hinsicht.

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