Grüne Geldanlage

In die Zukunft investieren

Von Katharina Lehmann · 2020

Die Umwelt schützen und gleichzeitig Geld verdienen: Mit nachhaltigen Investments ist das möglich. Das erkennen auch immer mehr Privatanleger. Sie setzen vor allem auf den Ausstieg aus fossilen Energieträgern – und helfen Unternehmen so, in die Zukunft zu investieren.

Münzstapel, auf denen eine Pflanze wächst. Je höher der Stapel, desto größer die Pflanze.
Privatanleger investieren immer mehr Geld in grüne Wertanlagen. Foto: iStock / Brankospejs

Umweltschutz kostet: Damit die gesamte EU bis zum Jahr 2050 CO2-neutral ist, müssen alle
Unternehmen in den kommenden Jahren in neue Technologien investieren. Weltweit erfordert die Umstellung auf eine klimaschonende Wirtschaft bis bis zum Jahr 2035 Investitionen in Höhe von 2,4 Billionen Dollar, hat der Weltklimarat errechnet – rund 2,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Allein mit öffentlichen Geldern wird das nicht zu stemmen sein. Unternehmen benötigen auch Kapital von institutionellen und privaten Anlegern. 

Grüne Geldanlage: Nachhaltigkeit ist im Trend

Den Megatrend Nachhaltigkeit haben auch viele Anleger für sich entdeckt. Mit ihrem Geld wollen sie nicht nur Rendite erzielen, sondern auch den Transformationsprozess hin zu einer grüneren Wirtschaft unterstützen. So ist der Anteil nachhaltiger Fonds am Netto-Mittelaufkommen der offenen Publikumsfonds in den vergangenen drei Jahren von fünf auf rund 40 Prozent angestiegen, hat der Branchenverband der Fondsindustrie BVI ermittelt. Privatanleger hatten im vergangenen Jahr rund sieben Milliarden Euro in nachhaltige Fonds investiert. Und auch das Volumen nachhaltiger Kapitalanlagen insgesamt stieg nach Angaben des Forums für Nachhaltige Geldanlagen (FNG) im Jahr 2019 deutlich an: Rund 8,9 Milliarden Euro steckten allein die privaten Investoren in nachhaltige Geldanlagen – 96 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt haben die deutschen Privatanleger damit 18,3 Milliarden Euro nachhaltig investiert. Hinzukommen 269,3 Milliarden Euro, die institutionelle Anleger in grüne Investments gesteckt haben.

Doch mit nachhaltigen Vermögensanlagen investieren Anleger nicht nur in den Umweltschutz. Die meisten Investmentgesellschaften orientieren sich an den ESG-Nachhaltigkeitskriterien. Die Abkürzung steht für Environmental, Social und Governance. Dazu gehören neben Faktoren wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, biologische Vielfalt oder Wasserknappheit auch faire Arbeitsbedingungen, soziales Engagement, Menschenrechte oder Minderheitenschutz. Die Top-Kriterien für die Investoren bei der Auswahl eines nachhaltigen Finanzprodukts sind laut Marktbericht des FNG das Engagement gegen Korruption und Bestechung, den Einsatz von Kohle sowie Menschenrechtsverletzungen.

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