Klimaresilienz

Grün statt grau

Von Jens Bartels · 2023

Städte tragen nicht nur erheblich zum Klimawandel bei, sondern sind auch von den Folgen wie etwa Hitzewellen, Starkregen oder Überschwemmungen besonders betroffen. Entsprechend stehen die Verantwortlichen vor der schwierigen Aufgabe, sich den klimabedingten Veränderungen entgegenzustellen. Entscheidend ist hierbei der Aufbau von Resilienz.

Holzbausteine als Häuser zusammengestellt, die eine Stadt darstellen
Zur „grünen Stadt“ gehören auch Konzepte für mehr Resilienz gegen Folgen des Klimawandels. Foto: iStock / Andrii Yalanskyi

Städte bekommen die Auswirkungen des Klimawandels oftmals besonders stark zu spüren. So sind einer aktuellen Studie des Carbon Disclosure Projects zufolge weltweit vier von fünf Städten bereits heute Extremwettereignissen ausgesetzt. Demnach kämpft fast die Hälfte der ausgewerteten Städte mit Hitzewellen, aber auch heftige Niederschläge oder gar Überflutungen sind in rund einem Drittel der Städte ein Problem. Bei einem Viertel der Städte gehen die Studienautoren zudem davon aus, dass hochrisikoreiche Extremwetterereignisse durch den Klimawandel bereits bis 2025 zunehmen werden. Anpassungen an das Klima sind also notwendig. Aber wie können Städte Resilienz aufbauen, um gegen die Auswirkungen des Klimawandels gewappnet zu sein? Auch darauf findet die Studie Antworten. Besonders jene Städte profitieren, die bei ihren Klimaschutzplänen ihre Bürger in den Mittelpunkt stellen. Das kann heißen, auf die Bedürfnisse besonders gefährdeter Gruppen Rücksicht zu nehmen oder die Bevölkerung dabei einzubeziehen, wie Maßnahmen konkret ausgestaltet werden sollen.

Klimaresilienz: Schwammstadt errichten

Grundsätzlich gehört zu den erfolgversprechendsten Ideen zum Aufbau von Resilienz das städtebauliche Prinzip der Schwammstadt. Bislang ist der Normalfall so: Die Entwässerung von Grundstücken, Immobilien oder städtischen Infrastrukturen erfolgt über die Kanalisation. Dorthin fließt auch das Regenwasser. So wird es gemischt mit dem Abwasser in die Kläranlage geleitet und zeitaufwendig gereinigt. Damit ist die Ressource Regenwasser für den natürlichen Wasserkreislauf verloren. Dagegen werden mit dem Prinzip der Schwammstadt der natürliche Wasserkreislauf gestärkt, Regenwasser als Ressource genutzt und der Schutz vor den Folgen von Starkregen verbessert. 

Klimaschutz auf vielen Ebenen

Für diesen Effekt können ganz unterschiedliche Maßnahmen sorgen. Dazu zählen die Begrünung von Dächern und Fassaden, das Pflanzen von Straßenbäumen, der Erhalt und die Pflege von bereits bestehendem Stadtgrün oder das Entsiegeln von Flächen und Schottergärten. Solche Maßnahmen entlasten gleichzeitig auch die Kanalisation im Starkregenfall. Natürlich helfen auch viele andere Maßnahmen dem Klima. So können Städte beispielsweise den Neubau von Wohnraum und Infrastruktur so gestalten, dass sie klimafreundlich sind, etwa durch die Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien oder dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

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