Sonnenstrom vom Balkon

Urlaub von Gas und Öl

Von Jens Bartels · 2023

Ob als Zusatzstromquelle im heimischen Garten, im auswärtigen Kleingarten oder auf dem Balkon: Mini-Solaranlagen lohnen sich für viele Privathaushalte in Deutschland als Einstieg in die Produktion von Solarstrom. Gerade in Zeiten hoher Strompreise erfreuen sich die kleinen Anlagen einer wachsenden Beliebtheit.

Mini-Solaranlage auf einem Balkon
Balkonkraftwerke bringen Sonnenstrom auch in Mehrfamilienhäuser. Foto: iStock / aprott

Solaranlagen aller Art werden in Deutschland immer beliebter. Für die Studie eines Solaranlagen-Anbieters wurden nun fast 1,1 Millionen Eintragungen neuer Solaranlagen der vergangenen fünf Jahre im Marktstammdatenregister ermittelt und miteinander verglichen. Das Ergebnis: Mit einer Quote von 15 Solarinstallationen pro 1.000 Einwohnenden wurden in Paderborn im untersuchten Zeitraum die meisten Photovoltaikanlagen in deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnenden gebaut. Gütersloh und Oldenburg landen auf den weiteren Plätzen, auch Erlangen und Wolfsburg sind besonders solaraffin. 

Sonnenstrom vom Balkon: Einfach zu installieren

Klar ist: Photovoltaik ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstig, langlebig und
aufwandsarm. Dies gilt auch für kleine Solaranlagen. Ob als Zusatzstromquelle im heimischen Garten, auf dem Carport oder im Kleingarten: Mini-Solaranlagen liefern beispielsweise genügend Strom für elektrische Gartengeräte oder Beleuchtung im Gartenhaus. Auch am Balkon angebrachte Steckdosen-Solaranlagen lohnen sich. Diese Anlagen bestehen aus ein oder zwei Solarpanelen, einem sogenannten Wechselrichter, der den produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, und einem Stecksystem für den Anschluss an das Stromnetz der Wohnung. Maximal werden 600 Watt erzeugt. 

Mit den Balkonkraftwerken können auch Mietende und Wohnungsbesitzende selbst Sonnenstrom erzeugen, diesen direkt im Haushalt nutzen und so die eigene Stromrechnung senken. Bei einem Umzug lassen sich die Solargeräte ohne großen Aufwand wieder abbauen und mitnehmen. Auch wenn keine offizielle Genehmigung erteilt werden muss: Kleine Solaranlagen müssen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden, zudem sollte das Versorgungsunternehmen über die Installation Bescheid wissen. Verbraucherzentralen raten überdies dazu, die Vermietenden zu informieren.

Weniger Bürokratie geplant

Die Bundesregierung hat vor Kurzem einen Gesetzentwurf angekündigt, der den Betrieb von Balkonkraftwerken deutlich vereinfachen soll. Demnach ist geplant, die Nutzung über handelsübliche Schuko-Stecker möglich zu machen, außerdem sollen bis zu 800 Watt Leistung erlaubt sein. Nicht zuletzt soll auch die Anmeldung laut des Entwurfs künftig einfacher werden.

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