Urbane Nachhaltigkeit

Städte und Regionen werden digitaler

Von Mark Krüger · 2021

Grafische Vogelschau einer gänzlich mit Bäumen bepflanzten Stadt.
Foto: iStock / Andrey Prokhorov

Zunehmende Urbanisierung, Klimaziele, veränderte Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger – die Städte und Kommunen stehen vor großen Herausforderungen. Eine smarte, nachhaltige Entwicklung ist das A und O. Doch dazu braucht es nicht nur eine Digitalisierungs-Roadmap, sondern auch die Bereitschaft für Veränderungen.

Erneut wurden sie gekürt, die smartesten Cities in Deutschland: Auf dem Siegertreppchen landete die bayerische Landeshauptstadt München, gefolgt von den Millionenstädten Hamburg und Köln. Dies zeigt die diesjährige Smart-City-Studie der Unternehmensberatung Haselhorst Associates. Ein weiteres Resultat: Auch kleinere Kommunen scheinen inzwischen in der Lage zu sein, das Thema Smart City trotz geringerer finanzieller und personeller Ressourcen vorantreiben zu können. So landete etwa Bad Nauheim auf dem fünften Platz und die baden-württembergische Kommune Sindelfingen steigerte sich von Platz 322 auf Rang 66. Grund zur Freude gibt es laut Geschäftsführer Dr. Arno Haselhorst aber dennoch nicht: „Noch nicht einmal die aktuellen Spitzenreiter erzielen einen Digitalisierungsgrad von 50 Prozent, von der Mehrheit der Kommunen mit weniger als 20 Prozent einmal ganz zu schweigen. Hier muss sich dringend etwas ändern, denn: Schreitet die Digitalisierung der Städte in den kommenden Jahren nicht endlich massiv voran, droht Deutschland seine Klimaziele deutlich zu verfehlen. Eine Energiewende ohne eine intelligente und ressourcenschonende Fortentwicklung der Kommunen ist schlichtweg nicht machbar."

Verwaltung als „Enabler“ der urbanen Nachhaltigkeit

Die Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter bietet eine Reihe von innovativen Möglichkeiten zur Lösung kommunaler Herausforderungen. Zahlreiche Kommunen haben inzwischen Initiativen in Richtung Smart City oder Smart Region angestoßen. Wichtig sei dabei auch eine Veränderungsbereitschaft, heißt es in der im Juli 2021 veröffentlichten Deloitte-Studie „Smarte Städte und Regionen: Transformation gestalten“. „Dem kommunalen, gesamtstädtischen Ökosystem kommt eine oft unterschätzte Bedeutung zu. Die Verwaltung kann als ‚Enabler‘ fungieren, das Thema der digitalen Stadtentwicklung auf die Agenda zu setzen und potenzielle Barrieren, die der Implementierung im Wege stehen, aus dem Weg zu räumen“, so die Studienautoren. Nur dann sei mit einer Umsetzung von Smart-City-Initiativen zu rechnen, die über Einzellösungen und ausgewählte Use Cases hinausgehen.

Quellen:
Deloitte: Smarte Städte und Regionen: Transformation gestalten
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat: Smart Cities: Stadtentwicklung im digitalen Zeitalter

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