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Atomausstieg 2022

Längerer AKW-Betrieb bringt keinen Nutzen

Von Green Planet Energy · 2022

2011 haben Union und FDP den Atomausstieg beschlossen. Jetzt fordern die Parteien in der Debatte um die Sicherheit der Energieversorgung eine Laufzeitverlängerung für die letzten drei am Netz befindlichen deutschen Meiler. Dabei ist klar: Aufwand und Nutzen stehen in keinem sinnvollen Verhältnis.

Zurück zu Atom? Längere AKW-Laufzeiten sind keine Lösung zum Erdgassparen. Foto: Green Planet Energy

Spitzenpolitiker verschiedener Parteien fordern wegen der aktuellen Gaskrise eine „ideologiefreie Diskussion“ zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2. Dabei sind es nicht Ideologien, die gegen Atomkraft sprechen, sondern Fakten: Durch einen Weiterbetrieb könnte über das Jahr gerechnet gerade mal rund ein Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs eingespart werden – Gas mit einem Heizwert von 8,7 Terawattstunden. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen, stundenscharfen Analyse von Energy Brainpool im Auftrag von Green Planet Energy. Denn in der Stromproduktion lässt sich Gas lediglich in schnell reagierenden Spitzenlastkraftwerken einsparen. Ansonsten wird damit überwiegend Wärme erzeugt. Und genau da ist Atomstrom keine Hilfe. 

RWE und E.on: Kein Interesse am Weiterbetrieb der letzten AKW

Einer Laufzeitverlängerung steht auch eine lange Liste an praktischen Einwänden gegenüber: Neben Brennstäben fehlen Personal, Ersatzteile und Sicherheitsüberprüfungen für den Weiterbetrieb, denn die Branche hat ihre gesamte Planung auf die Abschaltung der Meiler ausgerichtet. 

Sogar deren Betreiber haben keinerlei Interesse an einer Laufzeitverlängerung. So wirbt E.on-Chef Leonhard Birnbaum bei seiner Belegschaft um Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung, dass die verbliebenen Kernkraftwerke „nicht Teil der Lösung“ seien. RWE-Chef Markus Krebber hält die ganze Diskussion für rückwärtsgewandt und fordert stattdessen tatsächlich wirksame Maßnahmen wie „Gas sparen“. 

Energiewirtschaft der Zukunft

„Ein Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke wäre ein teurer und risikoreicher Fehler – der praktisch kein Problem löst, aber viele schafft“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy. Anstatt alte Technologien wider besseren Wissens und trotz der bekannten Risiken am Leben zu halten, müssten Politik, Unternehmen und die Zivilgesellschaft mit vereinten Kräften klimafreundliche Lösungen erarbeiten. 

Das Fundament dafür ist und bleibt der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien. Essenziell ist auch die damit synchronisierte Produktion von grünem Wasserstoff, um Industrie und Mobilität zu dekarbonisieren. Energieeffizienz und der Gebäudesektor bergen ebenfalls ein großes Einsparpotenzial. „Dadurch verringern wir auch unsere Energieabhängigkeit von Russland und anderen totalitären Staaten“, so Tangermann. 

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Web: https://green-planet-energy.de/

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