Smart Heat

Wenn es grün werden muss

Von Gregor Lule · 2017

Wer als Hausbesitzer aktiv Klimaschutz betreiben möchte, sollte das Energiesparpotenzial in seinem Eigenheim voll ausschöpfen. Bei einer energieeffizienten Sanierung unterstützt oft sogar der Staat mit einem Förderprogramm das Vorhaben. Werden alle Bereiche und Systeme im Rahmen des Umbaus vernetzt, kann man sich am Ende über ein Smart Home freuen.

 Jemand tippt etwas auf ein Ipad-Display

Es gibt genug Gründe für den Start der eigenen Energiewende. Mit einer energieeffizienten Sanierung lassen sich unter anderem Betriebskosten senken, den Wohnkomfort erhöhen, den Immobilienwert steigern und letztendlich auch das Klima schützen. Der beste Weg, die Effizienzmöglichkeiten im Eigenheim aufzudecken, ist eine Energieberatung. Erste Antworten gibt auch der Online-Sanierungskonfigurator des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Hier lassen sich auch Förderprogramme finden, von denen man je nach Bedarf profitieren kann – im gewerblichen Bereich.

Förderprogramme helfen

Zum Beispiel können Interessierte im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren “zwischen den Fördervarianten Kredit oder Zuschuss wählen. Sie haben die Möglichkeit, einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 100.000 Euro in Kombination mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 27,5 Prozent zu nutzen. Oder sie profitieren von einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten.

Ein weiteres Angebot: Wer seine Heizung auf erneuerbare Energien umstellen möchte, kann hierfür einen Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm erneuerbarer Wärme (MAP) beantragen. Das gilt unabhängig davon, ob eine Solarthermieanlage, Biomasseanlage oder effiziente Wärmepumpe installiert wird. 

Smarte Lösungen sparen Energie

Übrigens: Eine durchdachte, energieeffiziente Sanierung berücksichtigt die Bedarfsminderung in allen Bereichen, angefangen bei Transmission und Lüftung über Kälte und Licht bis hin zu Strom und Warmwasser. Im Fokus stehen dabei vernetzte Haushaltsgeräte und eine smarte Gebäudetechnik.

Welche Möglichkeiten in innovativer Gebäudetechnik stecken, zeigen beispielsweise Gebäude, die über einen guten Wärmedämmstandard verfügen („Sonnenhäuser“). Überschüssige Wärme wird hier in großen Wassertanks gespeichert. Wissenschaftler des Instituts für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) erproben einen alternativen Ansatz, um hohe solare Effizienz zu erreichen. Kleine Wärmespeicher werden mit direkt solarthermisch betriebenen Bauteilen in Massivdecken kombiniert. Bisher verwendete große Wärmespeicher mit mehreren Kubikmetern Wasser können so auf etwa einen Kubikmeter verkleinert werden. Sommerliche Speicherverluste führten zu weniger Überhitzung.

Damit die vielen verschiedenen Systeme eines Wohngebäudes intelligent werden können, müssen die installierten Systeme und Geräte zusammenarbeiten. Die gute Nachricht: Es stehen immer mehr umsetzbare und marktreife Konzepte zur Verfügung. So lassen sich in einem Smart Home mit Smartphone oder Tablet etwa schon heute bequem Lichtverhältnisse, Sonnenschutz oder Heizung in Abhängigkeit vom Wetter aufeinander abstimmen und auch damit ganz einfach Energie sparen. Egal, ob von zu Hause oder von
unterwegs.

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