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Umwelttechnologien

Green-Tech-Mut als Standortvorteil

Von Rainer Führes, Geschäftsführer und CEO von Canon Deutschland · 2025

Geopolitische Spannungen, Ressourcenknappheit, volatile Märkte: Nachhaltigkeit und Diversität geraten weltweit unter Druck. Doch in der Krise liegt auch eine historische Chance. Jetzt entscheidet sich, wer Führung übernimmt – durch Haltung, Technologiekompetenz und Umsetzungskraft. Rainer Führes, Geschäftsführer und CEO von Canon Deutschland, sieht Wirtschaft und Politik gemeinsam in der Pflicht, Antworten auf zentrale Zukunftsfragen zu liefern.

Canon-Werk Gießen: Ressourcenschonung durch Wiederaufbereitung von Multifunktionsgeräten. Foto: Canon

Zwischen Werten und Märkten

Was lange als Stabilitätsversprechen galt, ist heute brüchig. Die globale Ordnung ist kein Selbstläufer mehr. Machtverschiebungen und neue Allianzen verändern die Spielregeln für Märkte, Lieferketten und unternehmerisches Handeln. Unternehmen stehen vor Zielkonflikten, in denen Nachhaltigkeit und Diversität unter geopolitischen Druck geraten. Immer häufiger heißt es, Haltung und Handlungsfähigkeit auszubalancieren: zwischen Werten und Weltwirtschaft. Nicht Überzeugungsmangel, sondern taktische Abwägung lässt dabei normative Selbstverpflichtungen einiger Unternehmen wanken – mit Folgen für Glaubwürdigkeit und Zukunftsfähigkeit.

Politik und Wirtschaft müssen jetzt Haltung beweisen – nicht nur in Worten, sondern im Handeln. Klimakrise, Ressourcenknappheit und demografischer Wandel sind keine neuen Themen. Ihre Bewältigung ist die Voraussetzung wirtschaftlicher Resilienz. Nachhaltigkeit und Diversität sind dabei keine moralischen Optionen, sondern harte Standortfaktoren für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Souveränität.

Innovation entscheidet

Die Zukunft gehört denen, die Wandel nicht nur fordern, sondern gestalten. Wer Technologien vertagt, verliert nicht nur Zeit, sondern Anschluss. Und Nachhaltigkeit? Sie ist kein grüner Zierstreifen, sondern Fundament belastbarer Geschäftsmodelle – ohne sie bleibt technologische Souveränität bloße Fassade.

Das zeigt sich auch im Bereich hochpräziser Bildgebungsverfahren. Umweltbezogene Imaging-Technologien, von Satellitensensorik bis zu KI-gestützter Bildverarbeitung, zählen heute zu den Schlüsseltechnologien. Sie machen Umweltveränderungen sichtbar, noch bevor diese irreversibel werden. In der Forschung etwa dokumentieren sie Reproduktionszyklen von Korallen und schaffen die Grundlage gezielter Schutzprogramme unserer Meere. Imaging-Technologien werden so zum Instrument faktenbasierter Umweltentscheidungen und zur Voraussetzung für Biodiversitätssicherung.

Doch innovative Technologien allein genügen nicht. Unternehmen müssen Nachhaltigkeit systematisch in drei Dimensionen verankern: im eigenen Handeln und Produkten, entlang der gesamten Lieferkette sowie im konkreten Nutzen für den Kunden. Entscheidend ist ein integriertes Verständnis: Resilienz und Innovation entstehen dort, wo ökologische und ökonomische Ziele zusammen gedacht und in gesellschaftliche Wirkung übersetzt werden.

Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor dabei ist Diversität. Fortschritt entsteht, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenwirken. Diverse Teams sind nachweislich kreativer, resilienter und erfolgreicher. Vielfalt verhindert Denk-Silos, beschleunigt Entscheidungen und wirkt als Frühwarnsystem für blinde Flecken. Diversität und Nachhaltigkeit sind damit längst wirtschaftliches Kapital für den Standort Deutschland.

CEO Führes betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Diversität. Foto: samla.de

Nachhaltige Wertschöpfung

Innovation und nachhaltige Wertschöpfung bedingen einander – nicht in der Theorie, sondern im täglichen Handeln. Wandel erfordert Vision, vor allem aber messbare Umsetzungskompetenz.
Ein Beispiel liefert die industrielle Kreislaufwirtschaft. Immer mehr Unternehmen setzen auf geschlossene Ressourcenkreisläufe. Produkte werden zerlegt, geprüft und mit hohem Anteil wiederverwendbarer Komponenten erneut in Umlauf gebracht. Das spart Rohstoffe, senkt Emissionen, reduziert Kosten und erhöht die Liefersicherheit. Circular Economy ist kein Nebenschauplatz, sondern das Betriebssystem der Zukunft.
Kreislaufwirtschaft, intelligentes Produktdesign und Digitalisierung greifen ineinander. Aus linearen Lieferketten entstehen digitale Ökosysteme, in denen Unternehmen in Echtzeit kooperieren. Automatisierung und datenbasierte Steuerung sorgen für Transparenz, Effizienz und Skalierbarkeit – von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling.

Doch dafür braucht es ein neues Innovationsverständnis: zirkulär, digital, kooperativ. Gefragt sind technologische Führungsbereitschaft und der Mut, Routinen zu hinterfragen. Wer Kreisläufe schließt und Präzision skaliert, macht Nachhaltigkeit zum Wachstumsmotor und den Standort Deutschland widerstandsfähiger.

Hochpräzise Imaging-Technologien unterstützen das Monitoring sensibler Korallenzyklen. Foto: Canon

Von der Agenda zur Realität

Wettbewerbsfähigkeit in instabilen Zeiten verlangt nicht nur klare Prioritätensetzung von Unternehmen, sondern auch entschlossenes politisches Handeln. Schnellere Genehmigungen, gezielte Förderung von Green-Tech-Champions, digitalisierungsfreundliche Regulierung und verlässliche Infrastrukturen sind unverzichtbar.
Im globalen Wettbewerb nur aufzuholen, genügt nicht mehr. Angesichts der Innovationsdynamik führender Technologiestandorte braucht es gezielte Sprünge in Schlüsseltechnologien, um wirtschaftliche Souveränität zu sichern. Gerade bei KI und digitalen Lösungen wird sich entscheiden, ob wir Skaleneffekte für nachhaltige Wertschöpfung in Europa erschließen oder anderen das Feld überlassen.

Ein zentraler Hebel liegt in der digitalen Verwaltung. Sie schafft nicht nur effizientere Prozesse, sondern kann nachhaltige Innovation gezielt fördern. Wenn öffentliche Vergaben Kreislauffähigkeit und Energieeffizienz systematisch einfordern, wird politischer Wille zum Wirtschaftsmotor. Der Staat kann vom Bremser zum Beschleuniger werden – und sendet damit ein klares Signal an Unternehmen: Zukunftsfähigkeit beginnt im eigenen Haus.

Nur wer Haltung zeigt, Diversität und Nachhaltigkeit konsequent umsetzt, zieht Investitionen an und stärkt Innovationskraft. 2025 wird zum Realitätscheck: Wer zögert, verliert – Talente, Märkte, Souveränität. In Zeiten des Umbruchs zählt nicht, was angekündigt wird. Es zählt, was wirkt.

Das Kreislaufwirtschafts-Ökosystem im Canon-Werk Gießen

Kontakt

Canon Deutschland GmbH
Europark Fichtenhain A10
47807 Krefeld
E-Mail: canon-presse@canon.de
Web: https://www.canon.de/

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