Nachhaltig im Alltag

Kleine Änderungen bewirken viel

Von Andrea von Gersdorff · 2021

Jeder Einzelne kann seinen Teil zum Schutz von Umwelt und Natur beitragen. Das ist leichter getan als gedacht und erfordert wenig Aufwand. Um den Alltag nachhaltiger als bisher zu gestalten, gibt es viele praktische Tipps.

Ansammlung von nachhaltigen Produkten
Foto: iStock/ klenova

Klar, die eigenen vier Wände sollen nicht nur gemütlich, sondern auch sauber sein. Doch statt aggressiver Reiniger, die Haut und Umwelt belasten, reichen beim Putzen in der Regel einige wenige Hausmittel: Mit einem neutralen Allzweckreiniger, Backpulver oder Soda (mit Wasser vermischt) können Fußböden, Fenster und die meisten Oberflächen gereinigt werden. Hartnäckiger Schmutz und Verkrustungen weichen mit Scheuermilch. Essigreiniger oder Zitronensäure gehen Kalkablagerungen und Urinstein an den Kragen. Gegen Kalk hilft auch Kartoffelstärke. Noch einfacher: Dusche und Wanne, Fliesen und Armaturen nach jeder Benutzung einfach trocken wischen. Sinnvoll ist es auch, Natron zur Hand zu haben. Mit Wasser vermischt, kann es  den Backofen reinigen, mit Essig gemischt verstopfte Abflüsse frei bekommen. Hier hilft genauso der mechanische Abflussreiniger, auch Pömpel genannt, der übrigens ein Leben lang hält. Nicht zuletzt können Putzlappen, regelmäßig gewaschen, immer wieder verwendet werden.

Wer diese Tipps beherrscht, tut der Wohnung, der Gesundheit, vor allem aber der Umwelt etwas Gutes. Denn die natürlichen Reiniger enthalten keine schädlichen Chemikalien, die die Haut angreifen können und umständlich aus dem Abwasser gefiltert werden müssen. Doch nicht nur das Reinemachen lässt sich ökologisch aufstellen. Überall im Haushalt lauern kleine Kniffe, mit denen sich der Alltag schnell und ohne viel Aufwand ressourcenschonend und umweltfreundlich gestalten lässt.

Nachhaltig im Alltag Wasser schonen  

So auch beim Wäschewaschen, Geschirrspülen und Duschen: Für die Wäsche reichen ebenfalls wenige Waschmittel, als Weichspüler eignet sich Zitronensäure. 90-Grad-Wäsche oder Vorwäsche sollten die Ausnahme bleiben. Die Spülmaschine ist effizienter als Handspülen, allerdings sollte sie nur voll und möglichst mit Energiesparprogramm gestartet werden. Spül-Tabs in löslicher Bio-Folie reduzieren zudem das Müllaufkommen. Statt zu baden sollte man duschen, und das nicht jeden Tag. Die Nutzung eines Sparduschkopfs oder Durchflussbegrenzers spart zusätzlich die wertvolle Ressource Wasser. Kernseife, natürliche Haarseife, mikroplastikfreies Duschgel oder Peeling auf Zuckerbasis entlasten Umwelt und Meere. Auch nachhaltige Zahnbürsten mit Griffen aus Bambus tragen dazu bei.

Gezielt Einkaufen

Beim Einkaufen lassen sich viele Sorten Obst und Gemüse unverpackt oder in wiederverwendbaren Netzen transportieren. Regionale Produkte reduzieren außerdem lange Transportwege. Wurst, Käse oder Fleisch kauft man am besten an der Frischetheke, das spart Verpackung. Die entfällt auch in Unverpackt-Läden, in denen Lebensmittel in mitgebrachte Behälter gefüllt werden. Aber auch beim Bäcker kann man sich seine Brötchen in eine Tasche geben lassen. Leitungswasser, das in Deutschland eine hohe Qualität hat, kann verpacktes Wasser aus dem Supermarkt ersetzen.

Auch selbst kochen ist nachhaltig. Denn frische Lebensmittel produzieren keinen Verpackungsmüll. Im Übrigen reicht im Kühlschrank eine Temperatur von sieben Grad für die meisten Lebensmittel aus. Dabei gilt: je voller, desto besser für den Energieverbrauch. Ist er leer, lohnt es sich daher, Getränkeflaschen hineinzulegen. Auch das Auftauen gefrorener Lebensmittel im Kühlschrank spart Energie.

Viele Hersteller bieten Möbel aus zertifizierten Hölzern an, die aus ökologisch und sozial verantwortlich bewirtschafteten Wäldern stammen. Noch nachhaltiger ist der Kauf oder die Übernahme alter Möbel. Seien es antike Stücke oder solche von der Großmutter. Selbst nach zweifacher Aufarbeitung ist die Umwelt-Bilanz besser als die manch moderner Möbelstücke.

Nicht zuletzt gibt es Alternativen zum Wegwerfen. So sind nachfüllbare Stifte besser als Einmalstifte. Bücher, Spielzeug oder Kleidung lassen sich in Gebrauchtwarenläden abgeben, im Internet oder auf Flohmärkten verkaufen – oder auch kaufen. Und elektrische Geräte und Kleidung können für die Weiternutzung repariert werden.

Wussten Sie schon, dass …

… jeder Deutsche im Schnitt zwölf Prozent seiner neu gekauften Lebensmittel wegwirft? Das sind 82 Kilo pro Kopf im Jahr!
… eine Plastiktüte 400 Jahre braucht, bis sie zersetzt ist?

Weiterführende Artikel

Array
(
    [micrositeID] => 48
    [micro_portalID] => 28
    [micro_name] => Klimaschutz
    [micro_image] => 2654
    [micro_user] => 2
    [micro_created] => 1488280693
    [micro_last_edit_user] => 2
    [micro_last_edit_date] => 1488378642
    [micro_cID] => 1620
    [micro_status] => 1
    [micro_cache] => 0
    [deleted] => 0
)