Smarte Netze

Intelligenz ist gefragt

Von Jens Bartels · 2017

Das Stromnetz verändert sich. Es muss den steigenden Anforderungen einer schwankenden Stromproduktion aufgrund des wachsenden Anteils an Erneuerbaren Energien gerecht werden. Ein Schlüssel für den erfolgreichen Wandel sind schlaue Stromzähler. Allerdings steigt durch deren Einsatz auch die Gefahr von Cyber-Kriminalität.

 Stromzähler im Detail
Stromzähler können zum wichtigen Bestandteil smarter Netze werden.

Photovoltaik- und Windenergie-Kraftwerke produzieren wachsende Strommengen. Bereits heute werden bei optimaler Witterung über 70 Prozent des Stromverbrauchs durch grünen Strom gedeckt. Der steigende Anteil Erneuerbarer Energien verändert aber auch die Anforderungen an die Stromversorgung. „Für ein Energieversorgungssystem der Zukunft, das mit bis zu 100 Prozent der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien arbeitet, brauchen wir neue und innovative Netztechnologien und -betriebskonzepte“, sagt Rainer Baake, Staatssekretär für Energie im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Im Zentrum stehen dabei intelligente Stromnetze. Dieser Begriff beschreibt die kommunikative Anbindung der einzelnen Akteure des Energiesystems von der Erzeugung über die Verteilung und Speicherung bis hin zum Verbrauch an das Energieversorgungsnetz. 

Lösungen durch Smart Meter

Unverzichtbar für innovative Lösungen in diesem Bereich ist der Einsatz intelligenter Stromzähler, smarter Geräte und Maschinen sowie ein attraktives Angebot variabler Stromtarife. Auf diese Weise entsteht ein integriertes Daten- und Energienetz mit völlig neuen Strukturen. Im Zusammenspiel funktioniert das folgendermaßen: Smart Meter als Basis des smarten Netzes ermöglichen das automatische Ablesen des aktuellen Stromverbrauchs. Diese Informationen leiten die intelligenten Stromzähler an den Energieversorger weiter. Dieser visualisiert diese Daten wiederum zusammen mit den aktuellen Preisen für den Energienutzer. Der Nutzer kann über die Steuerintelligenz den Gebrauch der für das smarte Netz ausgelegten Geräte und Maschinen in Zeiten mit günstigeren Energietarifen verschieben. So verbinden die Smart Meter den Konsumenten mit dem intelligenten Energienetz.

Sicherheit schafft Akzeptanz

Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, übertragen Smart Meter also Daten über das Netz an den Energieversorger. Mit der Datenübertragung entstehen jedoch große Herausforderungen für die IT-Sicherheit. Mögliche Szenarien für cyberkriminelle Handlugen sind in diesem Zusammenhang Stromdiebstahl oder das Stören kritischer Infrastrukturen. Entsprechend gilt es, so früh wie möglich die Sicherheit smarter Netze an die Gefahren anzupassen. Nur so kann nach Meinung von Experten die notwendige Akzeptanz der privaten Haushalte und Unternehmen für diesen Wandel auch erreicht werden.

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